img_9360.jpg

Über uns

Drucken

Julia


 

 
 
 
 
Ein Bayer auf Rädern

Bayern, ja dort wurde ich vor 25 Jahren (12.01.1982) in dem schönen Städtchen Regensburg geboren. Nach dem Abitur hat es mich zum Studium nach Stuttgart verschlagen, wo ich momentan wohne und arbeite. Doch irgendwie fühle ich mich noch nicht bereit, mich endgültig an einem bestimmten Ort nieder zu lassen. Es zog mich schon immer in die Ferne, ob in meinen Reiseanfängen mit InterRail durch Spanien, zum Arbeiten nach Guatemala oder mit dem Kanu durch Schweden. Besonders faszinieren mich Länder, in denen sich die Probleme der Menschen nicht darum drehen, wer das größte Auto oder den dicksten Geldbeutel hat. Länder, in denen Menschen leben, deren Leben zwar hart ist, die aber dennoch über die kleinen Freuden des Lebens glücklich sind.

Bei meinen bisherigen Reisen war das Fahrrad allerdings noch nie mit dabei.

Den ersten Kontakt mit dieser Art des Reisens hatte ich während dem Studium, als mir ein Kommilitone ein Buch über zwei Jungs mitbrachte, die mit dem Fahrrad um die Welt gereist sind. Ich war sehr fasziniert und tief beeindruckt von den Bildern, den Reiseberichten und einfach nur der Vorstellung, wie eine derartige Reise sein muss. Allerdings hatte ich auch gehörig Respekt vor der körperlichen Leistung und dem Leben in freier Natur zum Teil fernab jeglicher Zivilisation.

Einige Zeit später lernte ich über Holm zwei Freunde kennen, die mit dem Rad von Stuttgart zum Baikal-See gefahren sind. Durch ihre Erzählungen und Berichte wurde eine Radreise immer realer. Es war nicht mehr nur ein Buch von zwei „Verrückten“, so ein Unternehmen war tatsächlich von ganz normalen Menschen zu schaffen. Auch von mir??

Mein Traum/Wunsch, eine wirklich lange Reise durch verschiedene Länder zu unternehmen, wuchs immer mehr und wurde irgendwann zu einer beschlossenen Sache.

Die Entscheidung, diese Reise mit dem Rad zu machen, fiel in Vietnam. Bei diesem Urlaub stand fest, dass wir (Holm und ich) wieder möglichst viel auf eigene Faust erkunden wollen – ohne geführte Touren… Dies brachte eine Abhängigkeit von den Routen der Öffentlichen Verkehrsmittel, den Fahrplänen usw. mit sich. Stundenlanges untätiges Sitzen und Warten bei Bus- und Bahnfahrten erhöhten den Wunsch nach Unabhängigkeit und selbst-bestimmtem Vorwärtskommen sowie nach etwas mehr Bewegung. Auch das Vorbeirauschen an der sich verändernden Landschaft und an den Menschen, brachte uns dem Rad als Fortbewegungsmittel immer näher.

 

 
Holm
 

 

 
 
 
 
Geboren wurde ich am  21.04.1982  in Heidelberg. Aufgewachsen bin ich im schönen Odenwald in Süd-Hessen und seit meinem Studium hat es mich nach Stuttgart verschlagen. Und dort lebe ich nun seit  5 Jahren. 

Den Traum einer Weltreise trage ich schon seit einigen Jahren mit mir. Bisher habe ich Reisen in Europa, nach Kuba, Vietnam und Sibirien.  Die meisten davon mit dem Rucksack. Auch diese Art von Reisen ist faszinierend - es ist unheimlich spannend und prägend aus unserer Lebensumgebung herauszukommen, andere Kulturen, Werte, Lebensbedingungen und -entwürfe kennenzulernen. Das dann am Stück ohne Zeitdruck; wohin man will...

Doch warum zum Teufel jetzt mit dem Fahrrad reisen? Nun, das ist eine kleine Geschichte für sich. Eigentlich war der Plan wieder mit dem Rucksack loszuziehen. 2005 unternahmen dann Mathias und Ingo, zwei gute Freunde von mir, eine Radreise von Stuttgart zum Baikal-See in Sibirien. Somit kam dann zum ersten Mal diese Reisemöglichkeit ins Spiel. Als ich dann in Vietnam war, beschlich mich doch des Öfteren das Gefühl, schwer vom Touristenstrom abzukommen, abhängig von den Verkehrsmitteln zu sein und viel, viel zu sitzen. Bus, Zug, Flieger, Bahnhof, Flughafen - immer sitzt du rum. Da ich sehr gerne Sport mache, wuchs nach der Vietnamreise der Wunsch zur Radreise -> man ist autark, abseits vom Touristrom sozusagen im reellen Leben, in der Natur, man hat Bewegung und obendrein ist es noch umweltverträglich. Man verbraucht nur die Energie, die man selbst hineinsteckt und es gibt keine Abgase. Obendrein ist es noch günstig. Zum Glück musste ich bei Julia keine Überzeugungsarbeit leisten - sie war gleich Feuer und Flamme. Also ab ins Abenteuer.

Erfahrungen von Reisen bringe ich also ein wenig mit - von Radreisen jedoch noch nicht. Ich fahre zwar regelmäßig Rad, technisch habe ich aber nur Grundkenntnisse. Doch ich mag die Herausforderung und denke, dass ich mit einer sportlichen Grundfitness, (Ingos hochgelobte) Leidensfähigkeit, gesundem technischem Verständnis, meinen bisherigen Reiseerfahrungen, einer guten Vorbereitung und Abenteuerlust nicht schlecht gerüstet bin. Spontan improvisieren müssen wir sicherlich, aber das ist auch ein Reiz. 

Gutes tun? Oft redet man, oft denkt man daran, aber viel zu oft bleibt es dabei. Und da sich eine solche Reise mit einem bisschen öffentlicher Aufmerksamkeit doch dazu eignet, lag der Gedanke nicht fern, die Reise mit einem guten Zweck zu verbinden. 

Viel Spass auf unserer Seite für alle Reisende, Zuhausegebliebene, sich Vorbereitende, einfach nur Interessierte, Freunde, Helfer....